mit Folgen…
März 2017
Es gab bei uns Zuhause so einen „running gag“.
-„Was wünscht Du Dir zum Geburtstag?“
-„Eine Minimoa“…
Oder auch „wenn ich mal groß bin, will ich ne Minimoa“
Sehr witzig….
Irgendwann , wahrscheinlich 2016, wurde mal im Rundschreiben des VGC kryptisch erwähnt, dass wohl bald eine Minimoa den Besitzer wechseln würde. Da haben wir noch rumgeflachst, dass die wahrscheinlich nicht lange in den Kleinanzeigen stehen würde. Wir haben allerdings nicht im Traum daran gedacht, dass wir damit etwas zu tun bekommen könnten…
Im November bekamen mein Mann und ich einen Anruf von unserem Freund und Fliegerkollegen Rolf, und nachdem er ein bischen über Historie und alte Segelflugzeuge rumgedruckst hatte, kam die Frage, ob wir uns vorstellen könnten, mit ihm zusammen eine Minimoa zu kaufen.
Und wie.
Im März 2017 konnten wir endlich einen Termin vereinbaren, um das Flugzeug anzusehen und 4/5 unserer geplanten Haltergemeinschaft machten sich auf den Weg nach Aventoft, furchtbar aufgeregt. Würden Vereinsmitglieder vielleicht das Gefühl haben, wir nehmen ihnen ihr Flaggschiff weg? Immerhin war die Minimoa im Logo des Vereins zu sehen. Würde irgendetwas am Zustand des Flugzeuges den Kauf vereiteln? Würde unser zusammengeworfenes Erspartes reichen? Gibt es eventuell noch andere Interessenten, die mit den Füßen scharren?
Als wir ankamen, wurden wir unglaublich herzlich von den Vereinsmitgliedern und den Flugzeugbesitzern begrüßt. Beim Aufbauen des Vogels wurde uns das Gefühl vermittelt, dass es schon quasi unser Flugzeug sei und das auch gut ist. Wir wussten gar nicht so richtig, wohin mit den Emotionen, denn die Verkaufsverhandlungen kamen ja erst am Schluß…

Probefliegen konnten wir nicht, da der Platz recht nass war, aber Probesitzen konnten wir, damit war schon mal klar, dass alle potentiellen Piloten auch hineinpassen in das ungewohnte Cockpit.

Natürlich haben wir uns das gesamte Holzkunstwerk sehr genau angesehen und gewogen haben wir die Dame auch.

Danach war klar, alle passen irgendwie rein, und es war klar, da kommt Arbeit auf uns zu, aber es wird machbar sein. Und es war klar, wir sind alle schwer verliebt in den alten Vogel.
Nach einer schlaflosen Nacht und den letzlich erfolgreichen Verkaufsverhandlungen sind wir dann am nächsten Tag mit dem riesigen Anhänger am Haken wieder aufgebrochen und konnten es gar nicht richtig fassen. Am nächsten Parkplatz mussten wir erst mal anhalten und standen ungläubig staunend vor unserem neuen Schützling.
So hat das alles angefangen, und wir haben es noch zu keiner Sekunde bereut, ganz im Gegenteil. Die Momente des ungläubigen Staunens gibt es nach wie vor. Unser Dank gilt an dieser Stelle allen Beteiligten, Ingrid un Gerd, Claudia, Adalbert, und all den freundlichen Aventofter Vereinsmitgliedern die uns so freundlich aufgenommen haben.
